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... betrifft uns alle:Neues zur zukünftigen Gottesdienstordnung

Eine Information vom leitenden Pfarrer Markus Hoitz zur zukünftigen Gottesdienstordnung ...
Gottesdienste
Datum:
11. Okt. 2025

Liebe Gemeindemitglieder und Gottesdienstbesucher, seit dem 1. September gibt es in unserer pastoralen Einheit „Siebengebirge“ drei  Priester weniger. Das hat Folgen für die sonntäglichen Eucharistiefeiern.

Derzeit haben wir für die 16 Gemeinden 5 Priester mit 100%-Stellen. Mit diesen müssen wir die Sonntagsmessen bestreiten. Die Priester im Subsidiarsdienst können wir bei den folgenden Berechnungen nicht einbeziehen, da sie – wie das Wort „Subsidium“ sagt - eine Unterstützung aber keine regulären Kräfte sind. Von diesen 5 müssen wir 25% abziehen, da der eine oder andere schon mal krank wird, Urlaub, Fortbildung oder Exerzitien hat. Es bleiben also 4 Priester, die am Wochenende jeweils 3 Eucharistiefeiern, zuzüglich Hochzeiten und Taufen halten können.

Damit kommen wir auf 12 Sonntagsmessen für 16 Gemeinden. Wir müssen uns der Tatsache stellen, dass es für das bisher mögliche Angebot an Messfeiern am Wochenende einfach zu wenig Priester gibt und es in Zukunft noch weniger sein werden. Spätestens ab 2030 sieht der Stellenplan für unsere pastorale Einheit 1 leitenden Pfarrer, 1 bis 2 Pfarrvikare und einen Priester aus der „Weltkirche“ vor. Auf diese Situation müssen wir uns schon jetzt einstellen und vorbereiten.

Die Gemeinden im Sendungsraum Königswinter haben im Sommer schon getestet, wie es zukünftig weitergehen könnte: nämlich mit sonntäglichen „Wortgottesfeiern mit Kommunionspendung“ alle 14 Tage. Das war ein gelungener Start, weil sich dabei viele Gemeinde-mitglieder in Teams engagiert haben, um einen würdevollen Gottesdienst vor Ort zu ermöglichen. Für diese Teams war das eine hohe Herausforderung – an dieser Stelle schon einmal ein herzliches Dankeschön! Ab dem 1. Advent wird es darum in jeder Pfarrkirche an 3 Sonntagen im Monat weiter-hin eine Eucharistiefeier geben und an einem Sonntag eine „Wortgottesfeier mit Kommunionspendung“. Die Gemeindemitglieder, die diese Gottesdienste vorbereiten und durchführen werden dazu auch eigens geschult und dafür beauftragt.

Ich möchte Ihnen ein einfaches Rechenbeispiel am Beispiel der „Osternacht“ geben: jeder Priester darf nur einmal die Osternacht feiern. Bei den 4 priesterlichen Diensten, mit denen wir z.Zt. fest rechnen können, heißt das schon für das kommende Osterfest, dass es nur noch 4 Osternachtsfeiern im klassischen Sinn für die 16 Gemeinden geben wird. Und selbst wenn von den Diensthabenden alle an Deck und auch alle Subsidiare da sind, wird es nur in jeder zweiten Gemeinde eine feierliche Osternachtmesse geben können.

Als ich 1987 zum Priester geweiht wurde, habe ich mir nicht vorstellen können, dass ich einmal in eine Situation kommen würde wie sie jetzt ist und die mich dazu zwingt, unliebsame Entscheidungen treffen zu müssen. Ich bitte Sie daher um Verständnis, Ihr Gebet und Ihr Mittun in den verschiedenen Möglichkeiten, Gottesdienst zu feiern.


Ihr Markus Hoitz

Leitender Pfarrer der pastoralen Einheit „Siebengebirge“